© by D.Dern

Evangelische Kirchengemeinden
Niedershausen und Obershausen

Leitbild

„Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ [Mt 28, 20]

„(1) Die Kirchengemeinde hat den Auftrag, das Evangelium von Jesus Christus zu bezeugen, regelmäßig Gottesdienst in Wort und Sakrament zu feiern und das kirchliche Leben im Glauben an den dreieinigen Gott zu gestalten. Sie eröffnet Raum zum gemeinsamen Glauben und fördert den Glauben der Einzelnen. Die Kirchengemeinde stärkt die Verantwortung ihrer Gemeindemitglieder für eine dem Evangelium entsprechende Gestaltung des Lebens.
(2) Alle Kirchengemeinden sind zum missionarischen Wirken in der Welt und zur Förderung der ökumenischen Gemeinschaft der Christenheit berufen und verpflichtet.
(3) Alle Kirchengemeinden sind zur Bezeugung des Evangeliums in allen Bereichen der Gesellschaft und zur Entwicklung dazu geeigneter Formen aufgerufen.
(4) Im Bewusstsein, der einen Kirche anzugehören, arbeiten die Kirchengemeinden zusammen.“ [KO Art. 10]

Vor dem Hintergrund des biblischen Zeugnisses und der Ordnung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau verstehen sich die Evangelischen Kirchengemeinden Niedershausen und Obershausen als Teile der jeweiligen Dorfgemeinschaft, die zugleich über diese Gemeinschaft hinausweisen.

Als Teile der jeweiligen Dorfgemeinschaften haben die Kirchengemeinden Anteil am Leben der Menschen im Dorf und begleiten dieses mit sinnstiftenden und deutenden Angeboten und Veranstaltungen (Gruppen, Kreise, Gottesdienste [insbesondere auch Vereins-, Jubiläums-, Anlassgottesdienste], besondere Veranstaltungen, …).

Die Kirchengemeinden weisen über die jeweiligen Dorfgemeinschaften hinaus durch die Verbindung der Menschen mit der Christenheit außerhalb der Ortsgrenzen. Dies geschieht insbesondere auf den Ebenen des Kirchspiels, der Region, des Dekanats und der Ökumene.

Insofern verstehen sich die Evangelischen Kirchengemeinden Niedershausen und Obershausen als

„Kirche im Dorf – Kirche mit den Menschen“

und verfolgen mit ihrer Arbeit – in Form von Bausteinen, die in regelmäßigen Abständen (spätestens alle 2-3 Jahre) zu überprüfen und anzupassen sind – die folgenden Zielsetzungen:

Allgemeine Zielsetzungen: Die Kirchengemeinden Niedershausen und Obershausen wollen das Leben der evangelischen Christinnen und Christen in Niedershausen, Obershausen, Dillhausen und Probbach begleiten und mit gestalten und die Menschen für ein bewusstes Glaubensleben be-geistern. Dazu bedarf es einer Vielzahl ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Fähigkeiten zu fördern, aber auch deren zeitliche und sonstige Möglichkeiten zu respektieren sich die Kirchengemeinden zur Aufgabe machen.

  • Zielsetzungen im Bereich…
    • … gottesdienstliches / geistliches Leben: Die gottesdienstliche Vielfalt im Gemeindeleben der Evangelischen Kirchengemeinden Niedershausen und Obershausen soll erhalten und erweitert werden. Gottesdienste mit und für örtliche Vereine sollen verstärkt angeboten werden – auch zusätzlich zu den regulären Sonntagsgottesdiensten. Im Blick auf Gottesdienste in anderen / neueren Formen soll ein Ideen-Pool ins Leben gerufen werden (ggf. über das Gästebuch der Homepage). Insgesamt sollen die Gottesdienstzeiten flexibler werden (Samstag-Abend, …). Die Liturgie des normalen Sonntagsgottesdienstes sollte im Rahmen einer Veranstaltung(sreihe) näher beleuchtet werden.
    • … Kinder- und Jugendarbeit: Die regelmäßige Arbeit mit Kindern soll von dem/der künftigen Gemeindepädagog/in (gemeinsam mit den Kirchengemeinden Löhnberg, Selters und Drommershausen) wiederaufgenommen und ausgebaut werden – unter Einbeziehung des Mehrgenerationenhauses als Ort, in dem eine große Zahl an Kindern erreicht werden kann, jedoch ohne die Arbeit vor Ort in den einzelnen Gemeinden aufzugeben (Kindersamstag bzw. –Sonntag). Die Arbeit mit Jugendlichen soll projektbezogen initiiert werden, gegebenenfalls in Vernetzung mit anderen Einrichtungen (z. B. PowWow, …) unter Wahrung des kirchlichen Charakters der jeweiligen Projekte. Die Gründung einer offenen Gruppe von möglichen Mitarbeiter/innen (Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern) für beide Arbeitsbereiche wird angestrebt.
    • … KonfirmandInnenarbeit (KA): Die 2010/2011 neugestaltete KA soll fortgeführt und ausgebaut werden, einschließlich der Beteiligung am Dekanatskonfiprojekt. Eine kontinuierliche Auswertung der Erfahrungen in der KA und daraus gegebenenfalls resultierende Änderungen der Konzeption werden angestrebt.
    • … Erwachsenenbildung: Bestehende Gruppen (Bibelgesprächskreis, Archivkreis) sollen beibehalten und sinnvoll ergänzt werden, zum Beispiel durch einen Männertreff. Mit projektbezogenen Angeboten sollen darüber hinaus Erwachsene jeden Alters verstärkt angesprochen und unterschiedliche Generationen zusammengeführt werden. Angedacht sind dabei Aktionen zur Stärkung des Gemeinsinns, Gemeindewanderungen zu anderen Kirchen im Dekanat oder auch ein Gemeinde-Picknick mit Gottesdienst im Grünen. Das Angebot eines Glaubenskurses auf Dekanatsebene wird unterstützt.
    • … Seniorenarbeit: Die vorhandenen Angebote in diesem Arbeitsfeld (Seniorengeburtstagskaffee, Frauenhilfe) sollen mit dazu beitragen, der Vereinsamung älterer Menschen entgegenzuwirken. Sie sollen deshalb sinnvoll ergänzt und erweitert werden, zum Beispiel durch Vorlesenachmittage im Vorfeld größerer Kirchenfeste und durch Spiele-Nachmittage für Senioren im Winterhalbjahr. Darüber hinaus sollen auch weiterhin verstärkt Haus-Gottesdienste (Hausabendmahl, Hausandachten) angeboten werden.
    • … Kirchenmusik: Ein besonderes Augenmerk soll in diesem Bereich auf die Frage einer Nachfolgeregelung für den derzeitigen Organisten gelegt werden mit dem Ziel, einen Pool möglicher OrganistInnen – gegebenenfalls zusammen mit anderen Gemeinden – zu gewinnen. Der Frauenchor Niedershausen soll als fester Bestandteil der kirchenmusikalischen Arbeit der Gemeinden erhalten und gefördert werden. Gleiches gilt für den Posaunenchor, der fester in die Jahresplanung und die Organisation von besonderen Kirchenkonzerten einbezogen werden soll. Solche besonderen Kirchenkonzerte werden – wie bisher – angestrebt (ca. 2-3x im Jahr), wobei verstärkt auch modernere Musik präsentiert werden soll, z. B. durch Bands wie „Spirit Level“, die Eden-Family, DimA oder auch in Zusammenarbeit mit der Musikschule „Pow-wow“. Jugendgottesdienste mit moderner Musik sollen ebenfalls weiterhin angeboten werden.
    • … Werbung: Der Auftritt der Kirchengemeinden in der Öffentlichkeit soll weiterhin verstärkt in den Blick genommen werden. Der Gemeindebrief soll laufend weiterentwickelt und die Gemeinde stärker eingebunden werden (z. B. durch Preisausschreiben, Leserbriefe, Urlaubsberichte etc.). Dies gilt auch für den Internetauftritt, dessen Adresse gegebenenfalls vereinfacht werden könnte. Mehr als bisher soll das Gemeindeblatt „Wir an Lahn und Kallenbach“ für Berichte und Ankündigungen aus dem kirchengemeindlichen Leben genutzt werden.
    • … übergemeindliche Arbeit …
      • … im Kirchspiel: Das bestehende sehr gute Miteinander – insbesondere auch auf der Ebene der Kirchenvorstandsarbeit – soll beibehalten und, vor allem im Blick auf die Erweiterung der gottesdienstlichen Vielfalt, ausgebaut werden. Die Eigenständigkeit beider Kirchengemeinden wird dadurch nicht in Frage gestellt.
      • … in der Region: Bestehende regionale Angebote wie Himmelfahrtsgottesdienst, Kanzeltausch am 2. Weihnachtsfeiertag und Ostermontag sowie Kanzelringtausch sollen beibehalten bzw. nach Besetzung aller Pfarrstellen in der Region wieder aufgenommen werden. Eine sinnvolle Erweiterung der regionalen Angebote zusammen mit den Kirchspielen Löhnberg / Selters / Drommershausen sowie Merenberg / Barig-Selbenhausen / Reichenborn wird angestrebt – auch und gerade im Blick auf die bevorstehende Pfarrstellenbemessung und den sich daraus eventuell ergebenden personellen Kürzungen in der Region.
      • … im Dekanat: Die Kirchengemeinden stehen dekanatsweiten Angeboten wie dem Dekanatskonfiprojekt, dem Projekt „Glaubenskurs im Dekanat“ oder dem Projekt „Offene Kirche“ aufgeschlossen gegenüber. Ob eine Teilnahme an solchen Angeboten sinnvoll ist, ist im Einzelfall zu prüfen und durch die Kirchenvorstände zu beschließen.
      • … in der Ökumene: Die bestehenden ökumenischen Kontakte sollen – soweit dies angesichts der Veränderungen auf katholischer Seite (Vergrößerung der pastoralen Räume, …) möglich ist – ausgebaut werden, insbesondere auch im Blick auf ökumenische Gottesdienste in Dillhausen und Probbach.

[Home] [Wir über uns] [Leitbild] [Kirchenvorstände] [Gottesdienste] [Nachrichten] [Aktuelles] [Gruppen und Kreise] [Für Kinder] [Konfis] [Bücherei] [Stiftung] [Theodor-Fliedner-Haus] [Gemeindebrief] [Gästebuch] [Kontakt] [Links] [Auch das noch...] [Impressum]